Fluss ohne Ufer

Der Amazonas - Akustischer Reisebericht (WDR / 2 Teile)

Der Amazonas transportiert mehr Wasser, als alle Flüsse Europas zusammengenommen. Er hat tausend Nebenarme, und einige - wie der Rio Madeira, der Tapajós oder der Xingú - zählen selbst zu den mächtigsten Strömen der Erde. Die Größe des Amazonasbeckens entspricht dem Dreieck Moskau-London-Dakar oder der Fläche Australiens. Sieben Millionen Quadratkilometer. Doch Zahlen versagen vor diesem uferlosen Thema.

Helmut Kopetzky, der für ein dreitägiges Radioprojekt des Hessischen Rundfunks zum dritten Mal den Amazonas bereist hat, lauscht in seinem zweiteiligen Reportage-Feature vor allem den Geräuschen dieses Wasser-Kontinents: Lärmenden Flusshäfen und stillen Kanupfaden - den "Igarapés" des Mangrovenwalds; den trägen Stimmen der Reisenden in ihren Hängematten; den Fremdenführern von Manaus, wo sich die dunklen Wasser des Rio Negro und die lehmig-gelben des Solimões zum Amazonas vereinigen; dem nächtlichen Urwaldgewitter und dem Erwachen der Natur am Morgen danach.